Die Kunst zu sterben - die Kunst zu Leben; Wie der Tod uns das Leben lehrt mit Bhagat
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Unsere unterdrückten Ängste vor dem Tod und dem Sterben überschatten unser Leben und lassen uns einer Sicherheit hinterherrennen, die es nicht gibt. Wir verdrängen die Tatsache unseres Todes so gut wir können, und wiegen uns mit moderner Technik und Medizin wie gefeit gegen Krankheit, Schmerzen und Tod. Hinter diesen Schutzmauern verpassen wir die Schönheit des Lebens, wir verpassen die Intensität und Lebendigkeit unserer Beziehungen, wir verpassen die Liebe. Wir leben in der Illusion, dass es immer nur die anderen sind, die sterben. Wenn dann ein uns naher Mensch krank wird und stirbt, oder gar wir selber von der Existenz damit konfrontiert werden, dass dieses Leben in diesem Körper vergänglich ist, reagieren wir mit Schock und sind unfähig unseren Freunden ein fähiger und liebevoller Begleiter in ihren letzten Wochen oder Monaten zu sein, oder liebevoll mit uns selber umzugehen. Dem Tod ins Auge zu schauen, und seine wahre Natur, seinen Wert zu erkennen, bringt dich ganz ins Leben, ganz ins Hier und Jetzt. Solange wir vor dem Tod weglaufen, können wir gar nicht im Jetzt leben. |
Wir arbeiten in dieser Gruppe mit den emotionalen Stadien, die nach der Nachricht einer unheilbaren Krankheit bzw. dem Tod eines wichtigen Menschen in uns ablaufen, wie sie Frau Dr. Elisabeth Kübler-Ross erforscht hat. Wir bringen all die verdrängten Ängste und Gefühle ans Licht und geben ihnen Raum zum Ausdruck. Der Tod ist eine gewaltige Erfahrung, er nimmt jegliche Kontrolle über unser Leben aus unseren Händen. Angst und Unsicherheit sind ganz normale Gefühle, wenn wir so etwas Grossem gegenüberstehen. Worum es hier geht, ist, sich die Erlaubnis zu geben, diese Gefühle zu haben, kein Held sein zu brauchen, sondern zu fühlen. |
